BKA beschattet Verdächtige mit Minidrohnen

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Das klingt in jeder Hinsicht nach James Bond, ist aber real.

Aus der Luft gegen die bösen Jungs: Das Bundeskriminalamt (BKA) setzt kleine, mit Kameras ausgestattete, unbemannte Fluggeräte (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) im Kampf gegen die organisierte Kriminalität ein. Angeschafft wurden sie im Rahmen des europäischen Polizeiprojekts Spectre.

Das berichtet die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf eine nichtöffentliche Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Fraktion Die Linke. Der Zeitung liegt die Antwort nach eigenen Angaben vor.

Die Drohne stammt von Flir

Die Strafverfolger setzen die Drohne Black Hornet des Herstellers Flir, der nach eigenen Angaben "Technologien, die Wahrnehmung und Bewusstsein verbessern", entwickelt, vor allem für das Militär ein. Auch die Bundeswehr nutzt die Minidrohne. Die Systeme werden aber auch in zivilen Geräten verbaut, etwa Wärmebildkameras für Smartphones.

Black Hornet sieht aus wie ein Helikopter, ist nur knapp 17 Zentimeter groß und wiegt 33 Gramm. Der Vorteil des UAV ist, dass es weitgehend lautlos fliegt. Ausgestattet mit zwei Kameras können die Ermittler damit Verdächtige an Orten beobachten, an die sie sonst nicht gelangen können. Die Einsatzdauer beträgt 25 Minuten, die Reichweite 2 Kilometer.

Für Spectre wurden zwei Black Hornets angeschafft. Sie sind aber nicht die einzigen technischen Geräte, die bei Spectre eingesetzt werden. Die Ermittler haben zudem beispielsweise 40 GPS-Ortungsgeräte angeschafft, um Verdächtige in Echtzeit zu verfolgen, oder Systeme, die Jammer erkennen, die eingesetzt werden, um Funk- oder Mobilfunksignale zu stören. Die Verdächtigen könnten Jammer nutzen, um zu verhindern, dass sie aufgrund ihrer Mobiltelefone geortet werden. Zudem macht Jammer Funkmelder in Autos nutzlos. Insgesamt wurde laut Bundesregierung für Spectre Technik im Wert von rund 200.000 Euro beschafft.

Ziel von Spectre ist es laut BKA, "reisende Tätergruppierungen im Bereich der Eigentumskriminalität" zu fassen. Neben Einbrüchen sollen die Verdächtigen in Geldwäsche und Korruption verwickelt sein. Laut BKA sind an der Gruppe 60 Strafverfolgungsbehörden beteiligt. Die Leitung liegt bei der französischen Nationalpolizei, der Gendarmerie nationale. Bis Dezember 2019 wurden insgesamt 450 Verdächtige festgenommen und zwölf Millionen Euro beschlagnahmt.

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